Pain Points
Typische Pain Points in Software-Projekten
Tech Debt kostet — und zwar jeden Sprint, nicht nur beim Refactoring
Architektur-Erosion ist kein plötzliches Ereignis. Sie akkumuliert sich in kleinen Entscheidungen: ein direkter Datenbankaufruf statt eines Repository, eine Abhängigkeit auf ein fremdes Aggregate, eine Klasse die drei Verantwortlichkeiten trägt. Einzeln sind diese Entscheidungen harmlos. Zusammen bedeuten sie, dass neue Entwickler Wochen brauchen um produktiv zu werden, weil der Code keine erkennbare Struktur hat.
Die messbaren Konsequenzen sind Wartungskosten, die mit jeder Codebasis-Erweiterung überproportional steigen, Regression Bugs die nach vermeintlich sicheren Änderungen auftreten, und Onboarding-Zeiten die bei komplexen Systemen regelmäßig drei bis sechs Monate erreichen. Hinzu kommt der psychologische Kostenfaktor: Teams, die hauptsächlich Debugging betreiben, verlieren Motivation — und die besten Entwickler wechseln zuerst.
Diese Pain Points haben eine gemeinsame Wurzel: fehlende Konsistenz in der Domänenmodellierung erzeugt einen Code-Körper, der über die Zeit zunehmend opak wird. Die folgenden Seiten quantifizieren die Kosten jedes Pain Points und zeigen, wie strukturelle Klarheit auf Architekturebene die Situation dreht.